DIGITALE LEHRE

Auch wenn der überwiegende Teil der Lehrenden und Lernenden froh über die Rückkehr des Präsenzunterrichts ist und wir alle die Bedeutung von akademischer face-to-face-Interaktion zu schätzen gelernt haben; digitale Lehre wird bleiben und sich weiterentwickeln; und das ist auch viel versprechend, denn Digitalität kann etwas leisten, was Universitäten dringend brauchen: erstens Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zweitens Vereinbarkeit von akademischer Bildung und beruflichem Haupt- und/oder Nebenerwerb, drittens Förderung von unterschiedlichen Studierendenbedürfnissen (z.B. langsames, schnelles, wiederholendes Lesen, Schauen, Schreiben usw.) und viertens Einbindung von Personengruppen, denen der Zugang zur Universität aus strukturellen, politischen, ökonomischen Gründen versagt bleibt. 

Digitalität und Digitalisierung der Lehre erfordert nicht nur wie zum Jahrtausendwechsel die bloße Umwandlung von analogen Skripten zu digitalen Texten und deren Bereitstellung auf Plattformen, sondern die konsequente Umsetzung eines uneingeschränkten Zugangs zu Wissen ohne Relevanz des lokalen Standorts der Lehrmaterialbereitstellenden und Lehrmaterialnutzenden. Damit stellen sich neben technischen Fragen auch – und viel wichtiger – Fragen nach neuen Verhältnissen zwischen Lehrenden und Lernenden, nach der Motivation der Wissensaneignung und der Qualitätssicherung von Wissen. Hier steht die Akademie und die Geographie noch am Anfang.

Auf e-teaching finden sich Hinweisen zur Gestaltung von Hochschullehre im digitalen Zeitalter wie Tagungen, Symposien, Workshops, Publikationen und auch Stellenangebote

Jannica Budde diskutiert in ihrem Beitrag
Der digitale Wandel als Motor der Hochschulentwicklung sechs Strategien,
die für Digitalisierungsbestrebungen an Hochschulen dienen können.